MARK Salzburg
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Arbeit prägt Räume und Menschen gleichermaßen. In dieser Serie richtet sich der Blick auf konkrete Arbeitsplätze und auf jene, die sie täglich beleben. Tische, Maschinen, Böden, Werkzeuge, alles trägt Spuren von Nutzung. Ebenso die Menschen selbst.
»Materialermüdung« bezeichnet ursprünglich die Abnutzung von Stoffen unter dauerhafter Belastung. Übertragen auf den Arbeitsalltag verweist der Begriff auf Wiederholung, Zeit und Druck, die sich einschreiben. Nicht spektakulär, sondern schleichend. In Haltungen, Gesten, Atmosphären.
Die Werke in der Ausstellung zeigen Arbeit als physischen und sozialen Raum, als Gefüge aus Struktur und Gewöhnung. Zwischen Ernst und feiner Ironie entsteht ein leiser Kommentar auf eine Realität, in der Belastbarkeit erwartet wird und Ermüdung meist unsichtbar bleibt.
Vanessa Veljkovic: Ich lebe nun seit fünf Jahren in Salzburg und studiere Kunst und Deutsch auf Lehramt. Parallel dazu arbeite ich seit etwas mehr als zwei Jahren an einer Mittelschule. Der Blick auf Prozesse, auf Entwicklung, auf das, was im Hintergrund passiert, begleitet mich in beiden Bereichen.
Meine künstlerische Position lässt sich nicht wirklich auf ein Medium festlegen. Ich arbeite mit Öl- und Acrylmalerei, häufig mit Naturmotiven. Daneben entstehen Zeichnungen und abstrakte Arbeiten, ebenso Druckgrafiken, insbesondere Monotypien. Das Spektrum reicht vom offenen Experiment bis hin zu thematisch verdichteten Serien.
Inhaltlich bewege ich mich zwischen Beobachtung und Haltung. Aktuell beschäftige ich mich mit Arbeitsrealitäten und den Spuren, die Belastung in Räumen und Menschen hinterlassen unter dem erneuerten Titel »Human Resources/Materialermüdung«.