Der monatliche Veranstaltungskalender des Dachverband KULTUR für Salzburg Stadt und Land.
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Theater der Mitte: Faust

Theater

FAUST – Ein konsequentes Solo

Ein Mensch leidet einsam an seinem Mangel an Resonanz in der Welt. Abgekapselt sehnt er sich nach mehr, als nur ein Teil derselben zu sein. Er will mehr als begreifen – er will ergreifen, sich ermächtigen und die Welt formen. Er will sie sich zueigen machen und sein eigen Selbst in ihr verewigt sehen.

 „Zum Augenblicke dürft ich sagen:
 Verweile doch, du bist so schön!
 Es kann die Spur von meinen Erdentagen
 nicht in Äonen untergehn.“

Aus zwei Seelen in der Brust, erwächst in diesem Mono-Drama ein vielstimmiger Chor. Max Pfnür spielt sie alle in dieser abendfüllenden, gewaltigen Solo-Performance.

   

Die ewige Tragödie vom Strebenden und seiner Verantwortung
 „Faust“ ist nicht tot! Auf der Kuppe seines Dammes, im Kampf gegen die Natur- und Schicksalsgewalten zusammengesackt und durch Margaretes zärtliche Fürsprache, gegen jedes höhere Recht, dem Teufel entrissen, entwindet er sich ein ums andere Mal dem Staub der Geschichte, den er durch Schul- und Theaterkonventionen zuweilen anzusetzen beginnt. Doch jedes aufmerksame Studium des über 200 Jahre alten Textes offenbart ihn als das zeitlose Werk eines Universalisten, das damals wie heute die großen menschlichen Herausforderung im Streben nach mehr, offenlegt. Nach mehr Bedeutung, nach mehr Genuss, nach mehr Gefühl, nach mehr Bestimmung, nach mehr Einfluss im Zeit- und Weltenwandel.

Es ist ebenso die Geschichte des althergebrachten, westlich geprägten Fortschritts- und Kolonialisierungsdrangs, so wie die Skizze aktuellen Ringens des Individuums um Glück und Vervollkommnung.

Mit jeder Episode der Tragödie, vom Gretchen-Drama bis zur Unterwerfung der Natur im monumentalen Dammbau, steigert sich die Frage nach der Verantwortung des Tätigen. Kritisch legt das Theater offen, wo und wie sich das Verantwortungsgefühl durch den Mephistopheles beschwichtigen lässt – wo ein jeder sich schon einmal sagte: „Das steht mir zu!“, „Das ist das Mittel wert!“

„Und was der ganzen Menschheit zugeteilt ist
 will ich in meinem innern Selbst genießen.
 Mit meinem Geist das Höchst und Tiefste greifen.
 Ihr Wohl und Weh auf meinen Busen häufen
 Und so mein eigen Selbst zu ihrem Selbst erweitern
 Und wie sie selbst am End'
 Auch ich zerscheitern!“

TERMINE:

  • Sa. 11.10.2025 | 18:00 Uhr
  • Fr. 10.10.2025 | 18:00 Uhr
  • Do. 19.06.2025 | 18:00 Uhr
  • Mi. 18.06.2025 | 18:00 Uhr

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