Kulturverein Schloss Goldegg
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Leni Riefenstahl (1902-2003) gilt als eine der umstrittensten Frauen des 20. Jahrhunderts. Ihre Filme „Triumph des Willens“ und „Olympia“ stehen für perfekt inszenierten Körperkult, für die Feier des Überlegenen und Siegreichen. Und zugleich auch für das, was ihre Filme nicht erzählen: die Verachtung des Unvollkommenen, Kranken und Schwachen, der Überlegenheit der einen über die anderen.
Die Ästhetik ihrer Bilder ist präsenter denn je – und damit auch ihre Botschaft? Dieser Frage geht „Riefenstahl“ anhand der Dokumente aus Leni Riefenstahls Nachlass nach – privaten Filmen und Fotos, aufgenommenen Telefonaten mit Wegbegleitern und Briefen. Bild für Bild, Facette für Facette werden Fragmente ihrer Biografie freigelegt und sie in einen erweiterten Kontext von Geschichte und Gegenwart gesetzt.
Abseits der bekannten Meinungen über Leni Riefenstahl will der Film eine tiefere Wahrheit freilegen, die aus den Widersprüchen des Nachlasses hervorschimmert.
Man sieht sich einer Meisterin der Selbstdarstellung und Manipulation gegenüber, die auch dann noch auf ihrer Sicht der Dinge beharrt, wenn diese längst historisch widerlegt ist.
„Die hundertjährige Lebens- und Wirkungsgeschichte von Leni Riefenstahl ist ein Schlüssel zum Verständnis der Manipulationsmechanismen, denen wir heute wieder begegnen.” (Sandra Maischberger, Produzentin)
„Maximale Punktezahl – und gut gemacht! Die Erkenntnis, dass sich vieles wiederholt, tut weh.“ (Elisabeth Schneider, Das Zentrum)
„Der Film ist in jeder Hinsicht großartig.“ (Elfriede Jelinek)