Kulturverein Schloss Goldegg
Keine weiteren Termine.
Als die seit ihrer Geburt in Österreich lebende Serbin Olga Kosanovic um die österreichische Staatsbürgerschaft ansucht, erfährt sie, dass sie sich in den vergangenen 15 Jahren um 58 Tage zu lang im Ausland aufgehalten hat. Ihr Antrag wird in einem 11-seitigen Brief abgelehnt!
In ihrer Autodokumentation erforscht die Filmemacherin die bizarren Untiefen und die gefühlten Ungerechtigkeiten des restriktiven österreichischen Einbürgerungsgesetzes. Unterschiedliche Stimmen kommen zu Wort, es entsteht ein vielstimmiger Dialog über Abgrenzung und Zugehörigkeit, über Demokratiedefizite und Zukunftsvisionen.
Ihren Spießrutenlauf durch die Behördenlandschaft begleitet die Filmemacherin mit der Kamera. Mit spielerischer Leichtigkeit und Humor zeigt sie das Staatsbürgerschaftssystem, seine Abgründe, Absurditäten und Tücken auf. Dabei stellt sich die Frage: „Wie österreichisch bist du?“ oder „Was macht einen echten Österreicher oder eine echte Österreicherin aus?“
In einem Kommentar in einer Tageszeitung schreibt jemand zu ihrem Fall: „Wenn eine Katze in der Hofreitschule Junge wirft, sind das noch lange keine Lipizzaner.“
Paradoxerweise sind just die Lipizzaner als identitätsstiftendes Symbol Österreichs kein Produkt ethno-nationaler Abgrenzung: in die Zucht, die im slowenischen Lipica stattfindet, wurden neben Arabern und andalusischen Pferden auch italienische Hengste einbezogen So hat eine multikulturelle Mischung zum perfekten Pferd geführt ...
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