Schauspielhaus Salzburg
Keine weiteren Termine.
Spätes zwölftes Jahrhundert. Der dritte Kreuzzug ist in vollem Gange, Diplomatie alterniert mit Schlachten, der Ausgang ist ungewiss. Gerade herrscht Waffenruhe und vorsichtige Annäherung, doch Islam und Christentum stehen sich weiterhin feindselig gegenüber.
In der Mitte des Ideendramas steht der Jude Nathan, der für religiöse Toleranz einsteht, auch aus einer persönlichen Tragödie heraus. Als sich seine Tochter Recha in einen Tempelherrn verliebt, zeigt er sich dennoch nicht sonderlich erfreut. Gleichzeitig wird er vor Sultan Saladin geladen, der dringend Geldmittel braucht. Und der Patriarch von Jerusalem ist jederzeit bereit, ihn verbrennen zu lassen.
Die Lage ist hochgefährlich, Eiferer sind in allen Lagern zu finden, Minderheiten stets bedroht. Bald zeigt sich, dass die Feinde einander wesentlich näher sind als vermutet …