Südwind
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Im Zeichen des Klimawandels haben sich die energiepolitischen Debatten verändert. Dabei hat auch die Fürsprache für die Nutzung der Atomenergie wieder Auftrieb erhalten. Laufzeiten werden vielerorts verlängert, Atomausstiegsdaten gekippt, Neubauten geplant. Doch was passiert real? Ein tiefer Graben zwischen öffentlicher Wahrnehmung und industrieller Realität ist entstanden. Im Vergleich zu früher bauen immer weniger Länder AKWs, der Anteil der Atomkraft schrumpft seit 30 Jahren. Die Erneuerbaren plus Speicher sind zu überwältigenden Konkurrenten geworden. Vor diesem Hintergrund gilt es daher, die Debatten einzuordnen und energiepolitische Theorie und Praxis kritisch zu beleuchten.
Mycle Schneider ist internationaler Analyst und Berater für Energie- und Atompolitik und lebt in Frankreich und Kanada. Er ist Projektleiter und Herausgeber des jährlichen World Nuclear Industry Status Reports (WNISR). Seit 2007 ist er Mitglied des International Panel on Fissile Material (IPFM; Princeton/USA) und Gründungsmitglied der International Nuclear Risk Assessment Group (INRAG; BOKU/Wien).
Im Rahmen von Global ConnAct Hochschulwochen Salzburg: Visionäres Denken und Handeln, 13.11.-5.12.25, https://www.suedwind.at/global-connact-2025-salzburg/