Der monatliche Veranstaltungskalender des Dachverband KULTUR für Salzburg Stadt und Land.
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Kritisches Denken im öffentlichen Raum nach dem 7. Oktober

Podium

Der Israel-Gaza-Konflikt ist ein komplexes Thema, das die internationale Gemeinschaft schon seit Jahrzehnten beschäftigt und das vor mittlerweile fast zwei Jahren eine neue Eskalationsstufe erreichte.
Am 7. Oktober 2023 startete die Hamas einen groß angelegten Terrorangriff auf Israel, der als "Operation al-Aqsa-Flut" bezeichnet wurde. Dabei drangen etwa 3.800 Elitekämpfer der Hamas und 2.200 Kämpfer anderer palästinensischer Milizen vom Gazastreifen aus in israelisches Staatsgebiet vor. Sie überwältigten grenznahe Militärposten und begingen in 21 Kibbuzim brutale Massaker an der Zivilbevölkerung.
Bei dem Angriff wurden über 1.100 Menschen getötet, darunter 695 israelische Zivilist*innen, 373 Mitglieder der israelischen Sicherheitskräfte und 71 Ausländer*innen. Über 5.400 Menschen wurden verletzt und 250 Menschen in den Gazastreifen entführt, darunter auch Zivilist*innen und Soldat*innen. Auf einem Open-Air-Musikfestival in der Nähe des Kibbuz Re?im wurden 364 Menschen ermordet.Die Hamas begründete den Angriff mit der Blockade des Gazastreifens, den israelischen Razzien in den Städten des Westjordanlands und der Gewalt an der Al-Aqsa-Moschee.

Der Angriff startete am jüdischen Feiertag Simchat Tora und wurde von israelischer Seite als größter Massenmord an Juden seit dem Holocaust bezeichnet.Israels Militäroffensive im Gazastreifen begann nach dem Angriff der Hamas am 7. Oktober mit Luftangriffen auf Ziele im Gazastreifen. Israel startete seine Offensive um das Staatsgebiet zurückzuerobern, die Geiseln zu befreien und die Hamas zu bekämpfen.Nach den jüngsten Entwicklungen und Eskalationen ist es wichtiger denn je, verschiedene Perspektiven zu beleuchten und nach Wegen für eine friedliche Lösung zu suchen. Denn auch auf der Seite der palästinensischen Zivilbevölkerung steigen die Opferzahlen dramatisch. Mittlerweile beklagen sie mehrere zehntausende Opfer.
Durch Israels Offensive nach dem 7. Oktober 2023 eskalierte der Konflikt im Gazastreifen dramatisch, und die Palästinenser*innen erleben seitdem eine katastrophale humanitäre Krise. Durch die massive Zerstörung der Infrastruktur wurden weite Teile des Gazastreifen zerstört. Dies führte zu einer starken Verschlechterung der Lebensbedingungen für die palästinensische Bevölkerung. Rund 1,9 Millionen Einwohner*innen Gazas mussten ihre Häuser und Wohnungen wegen der Kämpfe verlassen und in von der israelischen Armee ausgewiesene Evakuierungsgebiete fliehen.

Viele Menschen leben in provisorischen Unterkünften oder auf der Straße, ohne Zugang zu grundlegenden Bedürfnissen wie Nahrung, Wasser und medizinischer Versorgung. Besonders die israelische Blockade von Hilfsgütern sorgt für immer lauter werdende internationale Kritik am Vorgehen der israelischen Regierung. Die Palästinenser*innen im Gazastreifen fühlen sich von der internationalen Gemeinschaft verlassen und haben den Eindruck, dass ihre Stimmen nicht gehört werden, da auch große Teile der Zivilbevölkerung unter der Terrorherrschaft der Hamas leiden. Der Verlust von Hoffnung auf eine bessere Zukunft und die Angst vor einer weiteren Eskalation des Konflikts haben zu einer tiefen Verzweiflung geführt. Ein baldiges Ende des Konflikts scheint nicht in Sicht.

In unserer Podiumsdiskussion werden wir mit Expert*innen und Vertreter*innen verschiedener Organisationen und Parteien diskutieren, um ein tieferes Verständnis für die Komplexität des Konflikts zu gewinnen.
Wir werden Themen wie die humanitäre Situation in Gaza, die Sicherheit Israels, die Rolle der internationalen Gemeinschaft und mögliche Lösungsansätze beleuchten. Zudem werden wir uns die Frage stellen, was Kulturinstitutionen leisten können, um die Stadtgesellschaft auf die verschiedenen Standpunkte und Perspektiven aufmerksam zu machen.

Wer spricht für wen? Und was sind die Chancen und Grenzen einer solchen Debatte?

Ort: SN-Saal (Karolingerstr. 40, Salzburg)
Dauer: ca. 90 Min.

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TERMINE:

  • Do. 29.01.2026 | 18:30 Uhr
  • Mo. 29.09.2025 | 19:00 Uhr

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