Kulturverein Schloss Goldegg
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Cuius regio, eius religio – wessen Land, dessen Religion. Seit 1555 bestimmte der Landesherr die Religion seiner Untertanen, wodurch in Salzburg nur der Katholizismus geduldet wurde. Unter Fürsterzbischof Leopold Anton Freiherr von Firmian wurde die Rekatholisierung Salzburgs mit äußerster Härte vorangetrieben, die im Erlass des Emigrationspatents gipfelte. 1731/32 mussten rund 20.000 Salzburger und Salzburgerinnen ihre Heimat verlassen, weil sie ihrem protestantischen Glauben treu blieben. Sie hatten nur wenige Wochen Zeit, um ihr Hab und Gut zu packen und das Erzstift zu verlassen. Auf der Suche nach einer neuen Heimat zogen sie quer durch Europa, manche machten sich auf den Weg nach Amerika. Das Schicksal der Salzburger Protestanten und Protestantinnen erregte großes Aufsehen und löste eine Welle von Mitgefühl und Unterstützungsbekundungen aus.
Im Vordergrund des Vortrags stehen zeitgenössische Quellen, die von der Vertreibung und deren Auswirkungen berichten und die Geschichte der Vertriebenen bewahren und erzählen. Schon 2023 und 2024 begeisterte sie das Publikum mit ihren beiden Vorträgen.
Julia Kirchner-Stießen: Historikerin, Kunst und Kulturvermittlerin; die Protestantenvertreibung ist ihr Spezialgebiet – und war das Thema der 2. Salzburger Landesausstellung im Schloss Goldegg 1981!
In Kooperation mit dem Archiv der Marktgemeinde Schwarzach