art bv Berchtoldvilla
Keine weiteren Termine.
Ich seh´ etwas, was du nicht siehst
Das weithin bekannte Kinderspiel, vor allem dann gespielt, wenn Langeweile aufzukommen droht, soll die teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler ermuntern, auf ihr bisheriges Oeuvre zu schauen und vielleicht Arbeiten darin zu finden, die abseits ihres Hauptwerkes liegen. Es gibt in fast jedem künstlerischen Werk Werkansätze, die nicht weiterverfolgt worden sind oder die man selbst als solche nicht im Augenblick wahr genommen hat. Der Titel kann durchaus so verstanden werden, etwas zu entdecken, was der Künstler oder die Künstlerin zunächst selbst nicht sieht. Vielleicht aber später, vielleicht viel später oder aber vielleicht bisher noch gar nicht. Somit soll der Ausstellungstitel eine Aufforderung sein, das eigene Werk in diese Richtung zu durchforsten.
Die Ausstellung soll aber auch die Möglichkeit geben, eingefahrene Rezeptionen der Betrachter und Betrachterinnen zu brechen und explizit zu zeigen, auf etwas hinzuweisen, was nach Ansicht des Künstlers oder der Künstlerin vom Publikum nicht oder noch nicht wahrgenommen wird. Weil unsere Aufmerksamkeit bewusst und gezielt in bestimmte Bahnen gelenkt wird.
Wer, wenn nicht Künstler und Künstlerinnen haben die Möglichkeit, radikal Dinge ins Scheinwerferlicht zu rücken. Wer, wenn nicht Künstler und Künstlerinnen haben die Fähigkeit, die Welt aus einem anderen Winkel auszuleuchten.
Kunst als friedensstiftende Brücke zwischen den Welten
Es ist eine Ausstellung mit acht Künstler*innen, an der die Kunstwelt von Triest und Salzburg beteiligt ist und die sich mit dem Thema der Kreativität als möglichem Verbündeten für die Idee der friedlichen Koexistenz befasst. „Alles Leben ist Begegnung“.
Das hat der österreichische Philosoph Martin Buber gesagt, und in der Tat ist das eine wichtige Aufgabe der Kunst Menschen zusammenzubringen.Die Künstler, die zwei unterschiedlichen Kulturen angehören (der österreichischen und der italienischen), treffen aufeinander und schaffen in dieser Ausstellung eine fruchtbare Verschmelzung von Stilen, Gedanken, Ergebnissen, Botschaften und Zielen.
Das Treffen der Künstler*innen aus zwei Ländern soll Dialog, Konfrontation und Debatte auslösen.