Kulturverein Schloss Goldegg
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Alfred SCHNITTKE (1934-1998): Fünf Aphorismen
Sergei PROKOFJEW (1891-1953): Vision Fugitives, Op. 22
Michail GLINKA (1804-1857): Die Lerche (Arr. Mili Balakirew)
Alexander SKRJABIN (1872-1915): Sonate-Fantasie, Op. 19
Francois POULENC (1899-1963): Mélancolie
Claude DEBUSSY (1862-1918): Deux Arabesques, L’isle Joyeuse
Der Klavierabend konzentriert sich auf die Musik des 20. Jahrhunderts, eine Musik, die sehr nahe an unserer Lebenswirklichkeit liegt. Das Programm berührt politische und reformistische Themen, auch die Migration sowie die Herkunft berühmter Komponisten aus dieser Zeit.
Sergej PROKOFJEW, der in der Nähe von Donezk in der Ukraine geboren wurde, wird heute als „russischer Komponist“ angesehen.
Michail GLINKA, der als Begründer der russischen klassischen Musik gilt, hatte enge Verbindungen zur ukrainischen Kultur. Seine Großmutter war Ukrainerin, und Glinka ließ sich von ukrainischer Volksmusik inspirieren, was sich in vielen seiner Werke widerspiegelt. Dadurch schlug er eine musikalische Brücke zwischen Russland und der Ukraine.
Wir hören tiefe philosophische Reflexionen in den „Aphorismen“ von Alfred SCHNITTKE, einem in Russland geborenen und später nach Hamburg immigrierten Komponisten, dessen Eltern Wolgadeutsche waren.
Alexander SKRJABIN war ein Reformator des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts, der sich sehr von Chopin inspirieren ließ.
Er wurde auch von der französischen Kultur angezogen, besuchte oft Paris und lebte einige Zeit in Genf. Skrjabin ist der einzige russische Komponist, in dessen Werken der französische Duft zu entdecken ist.
Francis POULENC komponierte Mélancolie während des Zweiten Weltkriegs im belagerten Paris um 1940: eine Zeit, die von Unsicherheit und innerer Zerrissenheit geprägt war, was sich in der melancholischen und nachdenklichen Stimmung des Werkes widerspiegelt.
„Ich versuche, neue Realitäten zu finden“ ist ein berühmtes Zitat von Claude DEBUSSY, der als Begründer des musikalischen Impressionismus und als dessen Hauptvertreter gilt.
Elizabeth Sharma, 1991 geboren und aus der Ukraine stammend, ist in großen Konzertsälen Europas (Wigmore Hall, Berliner Philharmonie, Stiftung Mozarteum) aufgetreten.
Seit ihrem 4. Lebensjahr erhielt sie Klavierunterricht. Ab 2007 studierte sie in Großbritannien, 2012 begann sie ihr Bachelorstudium bei George Kern am Mozarteum Salzburg und absolvierte ihr Masterstudium im Fach Klavier-Solo bei Cordelia Höfer-Teutsch mit Bestnoten.
Elizabeth Sharma lebt in Salzburg. Vor drei Jahren, 2022, spielte sie in Goldegg anlässlich Mozarts Geburtstag!
Das Konzert wird vom ORF Salzburg aufgezeichnet und zeitversetzt in Ö1 ausgestrahlt.
19 Uhr: Rittersaalführung – kostenlos & halbstündig