ARGEkultur
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In dieser Lecture-Performance verbindet Claire Lefèvre archivarische Forschung mit intimen Erzählungen, um auf systematische Auslöschungen in der Tanzgeschichte aufmerksam zu machen.
Indem sie ihr eigenes verkörpertes Archiv durch das Prisma ihrer Begegnungen mit Loie Fuller im Laufe der Jahre betrachtet, oszilliert sie zwischen Crush und Crash. Mit Sorgfalt, Kritik und Misstrauen hinterfragt Claire ihre Aufführungsherkunft und enthüllt das geradegebogene und weißgewaschene Erbe des modernen Tanzes. Anekdote für Anekdote legt sie Schichten der (ihrer) choreografischen Geschichte frei, die die Art und Weise geprägt haben, wie sie sich in der Welt und auf der Bühne bewegt.
Über die Begleitpublikation ist das Publikum eingeladen, mehr über die Verflechtungen zwischen modernem Tanz, weißer Queerness und dem kolonialen Projekt zu erfahren. Als Sammlung von Fußnoten, Gedichten und Leseempfehlungen bettet der Text Loie Fullers extravagante Campiness in den von der Technik der Elektrizität besessenen kolonialen Kontext ein, in dem Loie Fuller lebte und arbeitete.