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NEWS

05.06.2009
BEST OF BUROCRAZY
Verleihung des goldenen Kaktus für Stolpersteine, Tretminen, Barrieren und sonstigen Wahnsinn in der Kulturverwaltung

„Die einzigen Türen, die hier offen sind, sind die Falltüren!“ Ministerialrat Dr. Wolfgang U.

„Man gönnt sich ja sonst nichts!“ Da hat man sich ein Projekt ausgedacht oder über Jahre eine Kulturinitiative betrieben und wieder das kulturelle Leben in einen Antrag gegossen und dann sowas! Im Kontakt mit Kulturbehörden erleben wir so manche blaue Wunder, rätselhafte Vorschläge, absurde Abrechnungsansinnen, überhaupt ganz viele Pflichten und wenige Rechte.

Deswegen schreibt die IG Kultur Österreich den „Best of BuroCRAZY“-Preis aus, für all die Momente, die uns graue Haare und Falten auf der Stirn, einen Magensäureüberschuss oder Tics verursacht haben. Bekommen tut diesen Preis natürlich unser Gegenüber – die kulturpolitische Verwaltung, die Behörde, die einen Kaktus mit entsprechender publizistischer Begleitung erhält.

Wer sich also nochmal erinnern will an die Begegnungen der besonderen Art, wie fortgeschrittenen Abrechnungswahnsinn, die Schwindelanfälle nach berühmten Im-Kreis-Geschickt-Werden-Übungen überstanden hat, wer sich mit der Machete durch Formulardschungel geschlagen hat oder wer immer noch nicht akzeptieren will, auch im Falle einer Absage wie ein Unmensch behandelt zu werden, der oder die sei doch herzlich eingeladen die Behörde ihrer Wahl zu nominieren.

Missstandskriterien: Prämiert werden sollen besonders schlechte Erfahrungen mit der Kulturverwaltung, jedes Verfahren darf eingereicht werden, auch Mehrfacheinreichungen der gleichen Person/Gruppe sind möglich. Gründe für Nominierung können z.B. folgende Aspekte umfassen: Vorinformation, Beratung; Einreichtermine, Verfahrensdauer, Bewertungsvorgänge, Kommunikation der Entscheidung, Überweisungsmodalitäten, Abrechnungsprozess, Finanzierungsquoten u.ä.

Belegbarkeit: Es braucht grundlegend eine Belegbarkeit, also z.B. Email- oder Briefverkehr, Vertragsauszüge, etc...

Zeitraum: Die Vorkommnisse sollen nach1994 stattgefunden haben.

Jury: Die Jury setzt sich aus den Einreichenden zusammen. Jeder Verein, jede Gruppe bestimmt eine/n Stimmberechtigte/n.

Wahlmodus: Jede einreichende Gruppe/Person erhält eine Stimme pro Verfahren. Die eigene(n) Einreichung(en) sind jeweils mit den Höchstpunkten zu bewerten.

Einreichfrist: Einsendeschluss ist der 5. Juni 2009

Per Post: IG Kultur Österreich
Kennwort: „Best of BuroCRAZY“ Gumpendorfer Str. 63b
1060 Wien
Digital: Email IG Kultur

Anonymisierung: Die eingereichten Nominierung werden auf der Website der IG Kultur anonymisiert veröffentlicht. Den EinreicherInnen muss jedoch bewusst sein, dass wir nicht garantieren können, dass die Behörden nicht trotzdem auf die Einreichenden rückschließen können. Eine vollständige Anonymität können wir daher nicht garantieren.